Der Aufstieg Adolf Hitlers zur Macht in Deutschland war ein entscheidendes Ereignis auf dem Weg zum Zweiten Weltkrieg. Seine Ernennung zum Reichskanzler im Jahr 1933 und die anschließende Errichtung eines totalitären Regimes schufen die Voraussetzungen für eine aggressive Expansionspolitik und den letztendlichen Ausbruch eines globalen Konflikts.

Die Siegermächte des Ersten Weltkriegs waren nicht bereit, in den Krieg zur Wahrung von Freiheit und Recht einzutreten. Nach dem sog. „Anschluss“ Österreichs im März wollte Hitler auch das deutschsprachige Sudetenland, einen Teil der Tschechoslowakischen Republik (ČSR), unter Androhung von Gewalt „heim ins Reich“ holen. In München stimmten England, Frankreich, Italien und Deutschland der deutschen Besetzung dieses Gebietes zu. Die ČSR musste sich diesem Beschluss fügen. Westliche Politiker verkündeten vertrauensvoll den Frieden für unsere Zeit.

Mit seinem wachsenden Einfluss wurde Deutschland zum politischen Vorbild für die neuen Staaten Mitteleuropas. Deutschland machte sich die Tatsache zunutze, dass die Versailler Friedensverträge weder die Konflikte in der Region noch deren Probleme gelöst hatten, die durch die Präsenz der Sowjetunion im Osten noch verschärft wurden.

Auch in Ungarn gewannen radikale Bewegungen an Schwung. Während das erste antijüdische Dekret auf der Religion beruhte, wurden die Einschränkungen im zweiten und dritten antijüdischen Dekret auf der Grundlage der Rasse erlassen.

Als Europa am Rande des Zweiten Weltkriegs stand, formulierte Ungarn immer ernsthaftere Forderungen nach einer Neufestlegung seiner Grenzen – ein Ziel, das es mit einer deutschfreundlichen Politik erreichen wollte. Zeitweise wurden einige Gebiete, die zur benachbarten Tschechoslowakei, zu Rumänien und zu Jugoslawien gehörten, aber einst zum historischen Territorium Ungarns zählten, wieder unter ungarische Gerichtsbarkeit gestellt. Diese Teilrevision der ungarischen Grenzen vertiefte die Spaltung zwischen den betroffenen Ländern.